Aktion Gedächtnistraining | Apotheken-Depesche 7/2008

"Best Agers" gezielt ansprechen

Apotheken haben auf ältere Menschen eine große Anziehungskraft. Grund dafür ist die Tatsache, das der Bedarf an Arzneimitteln steigt und dass Gesundheitsthemen in dieser Altersgruppe eine große Bedeutung haben. In der Regel wollen aber Senioren nicht als solche angesprochen werden. Besonders sensibel ist die Beratung, wenn es um das Thema nachlassende geistige Leistungsfähigkeit geht.

Das Gros der Apothekenkunden sind ältere Menschen, die noch aktiv am Leben teilnehmen, sich nicht als Senioren fühlen und auch nicht als solche angesprochen werden möchten. Viele von ihnen befinden sich jedoch bereits in einer Lebensphase, in der ein Abbau geistiger Leistung spürbar wird. Der alterstypische Rückgang von Konzentration und Merkfähigkeit bedeutet zwar nicht Krankheit oder gar Demenz, kann aber die Betroffenen subjektiv stark belasten.

Trotzdem scheuen sich die meisten Kunden, das Thema offen anzusprechen. Kommen Sie Ihren Kunden deshalb entgegen und starten Sie eine Aktion zum Thema nachlassende Gedächtnisleistung in der Apotheke.

Dekorieren Sie z. B. das Schaufenster mit einem übergroßen Schachspiel und lassen Sie in der Offizin große Schachfiguren von der Decke hängen. Legen Sie entsprechende Flyer oder Broschüren auf dem HV-Tisch aus. Achten Sie bei selbstgestalteten Flyern u. a. auf eine seniorengerechte Schriftgröße. Als Einstieg in ein Beratungsgespräch kann dann die Bemerkung dienen, dass Gedächtnistraining nicht gleich Gedächtnistraining ist. So sind das Auswendiglernen der Einkaufs­liste oder von Telefonnummern wesentlich besser geeignet das Gedächtnis zu trainieren, als etwa ein Kreuzworträtsel.

Im Verlauf des Beratungsgesprächs sollten Sie dem Kunden weitere allgemeine Maßnahmen zur Stärkung der geistigen Leitungsfähigkeit wie körperliches Training und gesunde Ernährung ans Herz legen. Unter den empfehlenswerten Arzneimitteln gegen nachlassende Hirnleistung nimmt Ginkgoextrakt zurecht eine führende Stellung ein. Studien belegen positive Effekte nicht nur bei dementen, sondern auch bei mental gesunden älteren Menschen. Eine plausible Erklärung der Wirkung liefern die gefäß- und zellschützenden sowie antioxidativen Effekte. (MW)

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