Neurodermitis | Apotheken-Depesche 12/2012

Den gequälten Kindern wirksam helfen

Die Neurodermitis (atopische Dermatitis) ist die häufigste chronisch-entzündliche Erkrankung im Kindesalter.

Eine schwere Neurodermitis stellt eine physische und psychische Belastung dar, die eine konsequente Behandlung erfordert. Die Therapie soll die Symptome lindern, die Lebensqualität verbessern und Schwere und Häufigkeit von Exazerbationen reduzieren.

Eine wichtige Maßnahme ist die Anleitung des Patienten, mit der Krankheit adäquat umzugehen. Die tägliche Anwendung von Emollienzien ist zur Pflege der trockenen Haut unverzichtbar. Sie sollten mindestens einmal täglich angewendet werden. Cremes mit hohem Wasseranteil sind schädlich; es sollten Salben mit hohem Lipidanteil gewählt werden.

Topische Kortikoide niedriger bis mittlerer Potenz eignen sich für die Erhaltungstherapie bei nicht zu aktiver Erkrankung. Infektionen mit Staph. aureus können mit Antibiotika-Salben behandelt werden; unangenehme Komplikationen sind Ekzema herpeticum und Kolonisation mit Malassezia furfur (hier sind Antimykotika indiziert). Ob Antihistaminika den Juckreiz tatsächlich lindern, ist unklar.

Bei schwerer Neurodermitis kommen topische Calcineurin-Inhibitoren, Okklusivverbände, UV-Behandlungen und systemische Immunmodulatoren zum Einsatz. IA

Quelle: McAleer MA et al.: Management of difficult and severe eczema in childhood, Zeitschrift: BRITISH MEDICAL JOURNAL, Ausgabe 345 (2012), Seiten: 35-41

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