Mangelernährung im Alter

NATUR+PHARMAZIE 10/2002

Hochbetagte haben oft Zinkdefizit

Die Zinkaufnahme mit der Nahrung ist offensichtlich in der älteren Bevölkerung besonders niedrig, so dass der Bedarf an diesem Spurenelement kaum gedeckt werden kann. Ob Zusammenhänge zwischen Zinkdefizit und Erkrankungsrisiko bestehen, wurde in einer belgischen Klinik untersucht.

Vor ihrer Entlassung aus dem Krankenhaus wurden 50 hochbetagte Patienten (im Mittel 83,5 Jahre) einer umfangreichen geriatrischen Beurteilung unterzogen. Funktionelle, medizinische, psychiatrische, kognitive und therapeutische Probleme wurden mit den entsprechenden Skalen erfasst, der Ernährungsstatus wurde mit dem Mini Nutritional Assessment Test bestimmt. Neben den Zink-Plasmaspiegeln wurden Albumin, Präalbumin und Cholesterin gemessen. Ein Zinkdefizit (unter 10,7 µmol/l) wiesen 28% der Untersuchten auf. Bei diesen Patienten traten Atemwegserkrankungen, Herzinsuffizienz und Depressionen signifikant häufiger auf als bei Personen mit normalem Zinkstatus. Patienten mit niederen Zinkspiegeln hatten auch deutlich geringere Präalbumin-Werte, was auf einen wesentlich schlechteren Ernährungsstatus hinweist. (GW)

Quelle: Pepersack, T: Prevalence of zinc deficiency and its clinical relevance among hospitalised elderly, Zeitschrift: ARCHIVES OF GERONTOLOGY AND GERIATRICS, Ausgabe 33 (2001), Seiten: 243-253
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