Randomisierte Crossover-Studien zu Honig und Serum-Harnsäure-Spiegel

NATUR+PHARMAZIE 2/2022

Honig hat geringeren Effekt auf den Harnsäure-Serum-Spiegel als reine Fruktose

Dass ein übermäßiger Konsum fruktosehaltiger Getränke das Risiko für eine Hyperurikämie erhöht ist bekannt. Aber Daten zur Serum-Harnsäure-Last, die natürliche Fruktose aus Lebensmitteln verursacht, im Vergleich zu reiner Fruktose in Süßungsmitteln, fehlt. Eine aktuelle Studie untersuchte die Effekte von Fruchtzucker aus Apfel und Honig und reinem Fruchtzuckerpulver im Vergleich.
Harnsäure wirkt in geringen Blut-Konzentrationen antioxidativ; in zu hohen Mengen kristallisiert es jedoch und wirkt als ein Prooxidans, das unter anderem Gicht verursachen kann.
Cheng et al. führten 2 Cross-over- Studien durch. Sie teilten die Teilnehmer: innen randomisiert in Gruppen auf, die Apfel oder Honig (Testnahrung) oder reines Fruktosepulver zu sich nahmen (Referenznahrungsmittel); eine Woche später wurde die Ernährung der Gruppen gewechselt. Die Wissenschaftler: innen nahmen Blutproben 0, 30, 60 und 120 Minuten nach dem Essen, um den Harnsäure-Serum- Spiegel (HSS) und den Blutzucker zu messen. Nach 30 und 60 Minuten war die HSS-Konzentration bei den Apfelund Honigkonsumenten niedriger als bei denjenigen, die Fruktosepulver zu sich nahmen. Bei 120 Min. kehrte die Konzentration bei den Apfel-Konsument: innen auf den Ausgangswert zurück. Der Trend war: Fruchtzucker > Honig > Apfel. Männer hatten einen höheren postprandialen HSS als Frauen. Die Autor:innen schlussfolgern, dass Fruktose in Nahrungsmitteln eine geringere Belastung des Harnsäurestoffwechsels verursacht als reine Fruktose. Der Harnsäureindex kann zur Differenzierung fruktosehaltiger Lebensmittel hilfreich sein.
Quelle: Cheng Y et al.: Effects of fructose from apple and honey on serum uric acid in young Chinese: Randomized crossover trials. Asia Pac J Clin Nutr. 2022 Mar; 31(1): 87–96. doi: 10.6133/ apjcn.202203_31(1).0010. PMID: 35357107
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