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NATUR+PHARMAZIE 1/2020

Hund und Katze schützen vor Allergie und Asthma

Ein finnisches Forscherteam analysierte Daten von 3.781 Kindern, um die Frage zu klären, ob ein Zusammenleben von Geburt an mit Hunden, Katzen oder landwirtschaftlichen Nutztieren mit einer geringeren Rate an einer späteren Entwicklung von Allergien und allergischem Asthma verbunden ist.
Ist es! Kinder, die mit Hunden aufwuchsen, hatten im Alter von fünf Jahren – im Vergleich zu Kindern ohne Hund im Haushalt – statistisch signifikant seltener allergisches Asthma als die Kinder, die ohne Hund aufwuchsen; die Risikoreduktion betrug 40 %. Außerdem hatten diese Kinder ein um 28 % reduziertes Risiko für die Entwicklung einer Pollinosis und eine 23%ige Reduzierung des Risikos, eine atopische Sensibilisierung gegenüber einem Allergen zu entwickeln. Auch das Zusammenleben ab Geburt mit Katzen hat eine positive Wirkung, wenn die Assoziation auch nur für einen Punkt hergestellt werden konnte. Katzen im Haushalt reduzierten das Risiko der Entwicklung einer atopischen Sensibilisierung gegenüber einem Allergen um 23 %. Das Zusammenleben mit Nutztieren im ersten Lebensjahr beziehungsweise das Besuchen eines Stalles mit beispielsweise Kühen konnte in dieser Studie nicht mit einer Veränderung des Risikos der Allergieentwicklung bis zum fünften Lebensjahr in Verbindung gebracht werden. Das beste „Prophylaxe-Tier“ scheint also der Hund zu sein.
Quelle: Ojwang V et al.: Early exposure to cats, dogs and farm animals and the risk of childhood asthma and allergy. Pediatr Allergy Immunol 2019 Dec 12; doi: 10.1111/pai.13186
ICD-Codes: J45.0
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