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Vorbereitet für den Katastrophenfall

Praxis-Depesche

Jodmerkblätter für Ärzte und Apotheker

Suchanfragen zu dem Begriff „Jodtabletten“ schnellten in den letzten Tagen laut Google Trends in die Höhe. Die Arzneimittelkommission der Deutschen Apotheker (AMK) sowie Apothekenverbände reagieren aufgrund der rasant gestiegenen Nachfrage nach Jodtabletten in Apotheken mit Warnungen vor Selbstmedikation.

Die Website jodblockade.de des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (BMUV) informiert Ärztinnen und Ärzte, Apothekerinnen und Apotheker im Notfall. Ein kürzlich dort veröffentlichter Hinweis informiert aktuell zu den Ereignissen in der Ukraine und gibt Entwarnung: Bei Eintreten des absoluten Schreckensszenarios, wie einem nuklearen Unfall, sind die Reaktoren der Ukraine von Deutschland zu weit entfernt, als dass eine Einnahme von Jodtabletten erforderlich werden könnte.

Das über Jodtabletten verabreichte Iodid kann im Fall einer nuklearen Katastrophe die Aufnahme von radioaktivem Jod über die Schilddrüse verhindern und so vor langfristigen Folgen wie Schilddrüsenkrebs schützen. Besonders gefährdet sind hierbei Ungeborene, Säuglinge, Kinder und Jugendliche. Zum Schutz des Fötus bzw. Säuglings gehören auch Schwangere und Stillende zu dieser vulnerablen Gruppe.

Alle Details zur Jodblockade und der Wirkung radioaktiver Strahlung auf die Schilddrüse finden Sie in den Merkblättern für Ärzte und Apotheker, die zuletzt 2018 aktualisiert wurden.

ICD-Codes: C73
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