Hyperurikämie

NATUR+PHARMAZIE 9/2008

Kaffee reduziert bei Männern das Gichtrisiko

Kaffee wurde aufgrund seiner potenziellen Wirkmechanismen wie der Beeinflussung des Glukosestoffwechsels und des damit erhöhten Risikos für eine Hyper- urikämie in der Vergangenheit häufiger in Verbindung mit der Entstehung von Gicht gebracht.

Um herauszufinden, ob Kaffee trinken das Risiko für Gicht beeinflusst, wurden im Rahmen der Health Professionals Follow-up Study in Kanada zwölf Jahre lang 45 869 Männer, die zu Studienbeginn keine Zeichen einer Gichterkrankung aufwiesen, prospektiv zu ihren Ernährungsgewohnheiten befragt. Ihr Konsum von Kaffee, koffeinfreiem Kaffee, Tee sowie Gesamtkoffein wurde zusätzlich alle vier Jahre durch validierte Fragebögen überprüft.

Im Studienzeitraum erkrankten 757 Männer an Gicht (Diagnose nach ACR-Kriterien). Bezüglich der Assoziation Gichtrisiko und aufgenommene Kaffeemenge stellte sich heraus, dass das Gichtrisiko mit steigendem Kaffeekonsum abnahm.

Vor allem die Studienteilnehmer, die mindestens sechs Tassen Kaffee pro Tag tranken, hatten ein stark verringertes relatives Risiko (RR 0,60). Auch für entkof­feinierten Kaffee konnte eine moderate inverse Assoziation nachgewiesen werden. Tee trinken beeinflusste das Gichtrisiko nicht. hv

Quelle: Choi, HK: Coffee consumption and risk of incident gout in men: a prospective study, Zeitschrift: ARTHRITIS AND RHEUMATISM, Ausgabe 56 (2007), Seiten: 2049-2055
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