Sonnenschutz

NATUR+PHARMAZIE 4/2010

Kinderhaut vor UV- Strahlung schützen

Kindliche Haut ist gegenüber UV-Strahlung besonders empfindlich: Der Zusam-menhang zwischen Sonnenbränden in der Kindheit, der Anzahl an Nävi und dem Auftreten von malignen Melanomen ist gut dokumentiert. Die kindliche Haut muss daher besonders gut vor UV-Strahlung geschützt werden.

Eine von Prof. D. Abeck, München, präsentierte Studie, belegt, dass die UV-Exposition in der Kindheit das individuelle Lebenszeitrisiko an hellem Hautkrebs zu erkranken mehr erhöht, als das im Erwachsenenalter der Fall ist. Umso alarmierender sind aktuelle Zahlen aus Schweden, denen zufolge mehr als zwei Drittel (67%) der Kinder (n=1360) im Alter von sieben Jahren bereits mehr als vier Sonnenbrände erlitten hatten.

Für die Entwicklung der ebenfalls mit einem erhöhten Melanomrisiko assoziierten Nävuszellnävi spielen neben der genetischen Disposition auch Provokationsfaktoren wie Urlaub in der Sonne eine wichtige Rolle, so Abeck weiter.

Er rief deshalb zu einem modernen Sonnenmanagement mit Expositionsvermeidung zwischen 11 und 15 Uhr, textilem Lichtschutz und Sonnenschutzmitteln auf. Als Anforderungen an ein gutes Sonnenschutzmittel nannte Abeck einen ausgewogenen UV-A- und UV-B-Schutz, der auch bei intensiver Sonneneinstrahlung sicheren Schutz bietet, hohe Wasserresistenz, gute Verträglichkeit und Parfümfreiheit. MW

Kommentar
?! Der Lichtschutzfaktor von Sonnenschutzpräparaten wird im Labor bei einer Schichtdicke von 2 mg/cm2 bestimmt. Bei dieser Auftragemenge sind für das einmalige Eincremen eines Erwachsenen ca. 35 ml nötig. Bei geringeren Auftragemengen sinkt der Lichtschutzfaktor. Da in der Realität wahrscheinlich nur selten wirklich genügend Sonnenschutzmittel aufgetragen wird, sollte im Beratungsgespräch grundsätzlich zu höheren Schutzfaktoren geraten werden.
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