PTA- Wissen

NATUR+PHARMAZIE 3/2019

Kognitive Funktionstherapie bei chronischem Rückenschmerz

In einer aktuellen Studie wurde die kognitive Funktionstherapie bei Patienten mit chronischen Rückenschmerzen über zwölf Wochen getestet. Verglichen wurde die Methode mit manueller Therapie und Bewegungstherapie.
Die individuelle kognitive Funktionstherapie (KFT) zeigte sich in dieser Studie effektiver als die Vergleichsmethoden und mit guter Langzeitwirkung. 121 Patienten mit chronischen unspezifischen Schmerzen im unteren Rücken im Alter von 18 bis 65 Jahren erhielten entweder eine KFT (n = 62) oder eine Kombination aus manueller Therapie und Bewegung (MT+B, n = 59). Über zwölf Wochen wurden acht Therapieeinheiten durchgeführt. Primäre Endpunkte waren Beeinträchtigungen (gemessen per Oswestry Disability Index, ODI), und die Schmerzintensität (nach der numeric rating scale, NRS).
Die KFT umfasste drei Hauptkomponenten: Verstehen des Schmerzempfindens, funktionelle Bewegungsübungen und Integration sowie Lebensstilveränderungen mit Steigerung der körperlichen Aktivität. Die KFT konnte körperliche Einschränkungen, Angstzustände und depressive Verstimmungen effektiver lindern als die Vergleichstherapien, und der Effekt zeigte sich bis zu drei Jahre nach der Intervention stabil. EG
Quelle: Fersum V et al.: Cognitive functional therapy in patients with non-specific ... Eur J Pain 2019; 23(8): 1416-24
Das könnte Sie auch interessieren

Alle im Rahmen dieses Internet-Angebots veröffentlichten Artikel sind urheberrechtlich geschützt. Alle Rechte, auch Übersetzungen und Zweitveröffentlichungen, vorbehalten. Jegliche Vervielfältigung, Verlinkung oder Weiterverbreitung in jedem Medium als Ganzes oder in Teilen bedarf der schriftlichen Zustimmung des Verlags.

x