Hypermenorrhö | Apotheken-Depesche 4/2013

Menopause in Sicht?

Starke Menses gehören häufig zu den Symptomen der prämenopausalen Jahre. Wie viele Frauen daran leiden und wie lange sie untherapiert anhalten, untersuchten britische Wissenschaftler.

In sieben Hausarztpraxen der englischen Grafschaft Staffordshire wurden alle Frauen zwischen 40 und 54 Jahren eingeladen, an fünf schriftlichen Umfragen in halbjährlichem Abstand teilzunehmen. 2051 der Teilnehmerinnen menstruierten ohne Hormongaben.

Die Prävalenz schwerer Blutungen betrug unabhängig vom Alter der Frauen 65%. Von denjenigen Frauen, die zu Studienbeginn noch beschwerdefrei waren, entwickelte sich bei jeder dritten Frau im Verlauf der nächsten zwei Jahre eine Hypermenorrhö. Etwa ein Viertel der Betroffenen gab an, dass die Heftigkeit der Blutungen ihr Leben beeinträchtigte.

Insgesamt verschwanden die Beschwerden bei einem Fünftel der Patientinnen innerhalb der nächsten sechs Monate. Jedoch kehrten sie in jedem zweiten Fall bis zum Studienende wieder. Erwartungsgemäß differierten die Zahlen mit dem Alter der Frauen: Nach zwei Jahren waren nur 3,9% der anfangs 40- bis 44-Jährigen langfristig beschwerdefrei, aber 25,4% der 50- bis 54-Jährigen. Durchweg etwas geringer fielen diese Raten aus, wenn die Blutungen so schwer waren, dass die Lebensqualität der Betroffenen darunter litt.

Als wahrscheinlicher erwies sich ein spontanes Ende der Beschwerden, wenn die Patientinnen bereits von Zyklusschwankungen berichteten. Bei Frauen, bei denen die Pe-riode schon einmal ausgesetzt hatte, hörten die schweren Blutungen zwei- bis fünfmal häufiger spontan wieder auf. Auch Frauen mit einem sehr unregelmäßigen Zyklus konnten eher auf Beschwerdefreiheit hoffen. CW

Quelle: Shapley M et al.: The spontaneous resolution of heavy menstrual bleeding in the perimenopausal years, Zeitschrift: BJOG: British journal of obstetrics and gynaecology, Ausgabe 119 (2012), Seiten: 545-553

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