Öle in Kosmetika | Apotheken-Depesche 11/2007

Raffiniertes Erdnussöl auch für Allergiker unbedenklich

Viele Kinder und Erwachsene leiden an Nahrungsmittel-Allergien, z. B. gegen Nüsse und Nussöle. Besonders häufig sind Allergien gegen Erdnussöl, das auch Bestandteil vieler Kosmetika ist. Dürfen Erdnussöle in Kosmetika angesichts der großen Zahl an Allergikern überhaupt angewandt werden?

Erdnussproteine können eine Typ-I-Allergie auslösen. Die Symptome nach Exposition mit Erdnussöl reichten von Urtikaria über Atemnot bis zu anaphylaktischen Reaktionen. Meist erfolgt die Exposition mit Erdnuss­öl durch die orale Aufnahme. Rohes Erdnussöl enthält viele allergieauslösende Proteine, in raffiniertem Öl sind diese Eiweiße um den Faktor 100 reduziert.

Bei Kindern mit einer bekannten Allergie gegen Erd-nussöl führt die Gabe von rohem Erdnussöl in 10% der Fälle zu allergischen Reaktionen, raffiniertes Öl löst dagegen keine Allergie aus. Auch im Prick-Test führt raffiniertes Erdnuss­öl bei diesen Kindern zu keinen Reaktionen.

Fazit: Erdnussöle eignen sich gut zur Behandlung trockener Haut und von Ekzemen. Wegen des geringen Risikos von Sensibilisierungen oder allergischen Reaktionen muss nicht von der Verwendung erdnussölhaltiger Hautpflegeprodukte abgeraten werden. (CF)

Quelle: Ring, J: Allergy to peanut oil - clinically relevant, Zeitschrift: JOURNAL OF THE EUROPEAN ACADEMY OF DERMATOLOGY AND VENEREOLOGY, Ausgabe 21 (2007), Seiten: 452-455

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