Nicht nur Diabetiker betroffen

NATUR+PHARMAZIE 9/2005

Schnelle Arteriosklerose bei Mikroalbuminurie

Diabetiker mit einer Mikroalbuminurie entwickeln häufig eine Arteriosklerose und Gefäßkomplikationen. Bei Diabetikern spricht eine Mikroalbuminurie für erhöhtes kardiovaskuläres Risiko, Nephropathie und erhöhte Mortalität. Bisher ist noch unklar, ob auch bei Nichtdiabetikern eine Mikroalbuminurie ein erhöhtes Arterio­sklerose-Risiko anzeigt.

In der neurologischen Klinik Innsbruck wurde untersucht, welchen Einfluss eine Mikroalbuminurie auf den Gefäßstatus von Nichtdiabetikern hat. Von 684 Probanden wurden die Albumin-Ausscheidung gemessen und das Verhältnis von Albumin zu Kreatinin bestimmt. Die Karotiden und die Femoralarterien der Probanden wurden sonographisch auf arterio- sklerotische Veränderungen untersucht.

Eine Mikroalbuminurie war signifikant mit Alter, Blutdruck, Diabetes mellitus, Entzündungsparametern und dem Parat­hormonspiegel korreliert. Lag bei Nicht-Diabetikern eine Mikroalbuminurie vor, war das Risiko für arteriosklerotische Veränderungen der Karotiden oder der Femoralarterien deutlich höher als ohne Mikroalbuminurie. Die arteriosklerotischen Veränderungen waren direkt von der Menge an ausgeschiedenem Mikroalbumin abhängig.

Fazit: Auch bei Nichtdiabetikern deutet eine Mikroalbuminurie auf ein erhöhtes Risiko für Arteriosklersoe hin. (CF)

Quelle: Furtner, M: Urinary albumin excretion in independently associated with carotid and femoral artery atherosclerosis in the general population, Zeitschrift: EUROPEAN HEART JOURNAL, Ausgabe 26 (2005), Seiten: 279-287
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