Menopausale Beschwerden

NATUR+PHARMAZIE 4/2013

Soziale Unterstützung statt Medikamente

Nach der Veröffentlichung der WHI-Ergebnisse gingen die Verordnungen der Hormonersatztherapie (HRT) deutlich zurück. Wie Frauen heute mit ihren Wechseljahresbeschwerden umgehen, untersuchte man in Nordost-Schottland.

Knapp die Hälfte (46,7%) der über 8000 Studienteilnehmerinnen zwischen 45 und 54 Jahren litt im letzten Monat an Hitzewallungen und Nachtschweiß, etwa ein Viertel (28,2%) an Scheidentrockenheit. Zwei von fünf Befragten empfanden die Symptome als ziemlich bis extrem belastend. Über die meisten Beschwerden klagten Frauen während der Perimenopause oder nach einer chirurgisch induzierten Menopause. Letztere litten auch am stärksten unter ihren Symptomen.

Hilfe suchten sich die meisten Frauen (65%) durch soziale Unterstützung vom Partner und Freunden. Auch symptomlindernde Maßnahmen wie das Tragen von Baumwollkleidung in mehreren Schichten und das Schlafen in einem kühlen Raum waren sehr beliebt. Pflanzliche OTC-Präparate wurden häufiger eingesetzt als verordnete Medikamente.

Eine HRT erhielten zum Zeitpunkt der Befragung 21% der Frauen mit chirurgisch induzierter Menopause und 8,4% der postmenopausalen Frauen. Je etwa noch einmal so viele hatten die HRT bereits beendet. CW

Quelle: Duffy O et al.: The impact and management of symptoms experienced at midlife: a community-based study of women in northeast Scotland, Zeitschrift: BJOG: British journal of obstetrics and gynaecology, Ausgabe 119 (2012), Seiten: 554-564
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