Folgen für den Nachwuchs

NATUR+PHARMAZIE 3/2021

Vegane Ernährung in der Schwangerschaft

Viele junge Frauen ernähren sich vegetarisch oder vegan. Wird eine extreme Diät auch in der Schwangerschaft fortgesetzt, kann dies das fetale Wachstum beeinträchtigen, berichtet ein israelisches Forschungsteam.
Befragt wurden 1.419 Mütter zu ihren Ernährungsgewohnheiten während der Schwangerschaft. 133 Frauen hatten sich vegetarisch ernährt und 234 hatten zusätzlich auf Milchprodukte und Eier verzichtet. Im Vergleich zu den 1.052 Frauen ohne spezielle Diät hatten die Vegetarierinnen ein um 52 % und die Veganerinnen ein um 39 % geringeres Risiko für eine exzessive Gewichtszunahme in der Schwangerschaft. Ferner entwickelten die Veganerinnen seltener einen Gestationsdiabetes. Ihre Kinder kamen allerdings mit einem deutlich geringeren Geburtsgewicht zur Welt (durchschnittlich 43. versus 53. Perzentile) und hatten ein um 74 % höheres Risiko für eine SGA (small for gestational age)-Situation. Wurde zusätzlich der BMI als Störvariable berücksichtigt, verlor der Zusammenhang zwischen veganer Ernährung und der SGA-Geburt seine statistische Signifikanz. Auf das Frühgeburtsrisiko hatte die maternale Diät keinen Einfluss.
Damit nehmen Schwangere, die ganz auf tierische Lebensmittel verzichten, zwar weniger stark an Gewicht zu, ihre Kinder kommen allerdings überproportional häufig zu leicht zur Welt.
Quelle: Kesary Y et al.: Maternal plant-based diet during gestation and pregnancy outcomes. Arch Gynecol Obstet 2020; 302 (4): 887–98
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