Supplementieren gegen den Schmerz?

Naturmedizin 1/2022

Vitamin-D-Mangel kann PMS verstärken

Forscher:innen fanden einen deutlichen Zusammenhang zwischen einem niedrigen Vitamin-D-Serumspiegel und bestimmten prämenstruellen Symptomen.
Die Wissenschaftler:innen analysierten 2 unterschiedliche Kohorten von Frauen mit regelmäßigem Menstruationszyklus. Bei 1.191 Frauen mit Kinderwunsch wurden im Rahmen der randomisierten EAGeR-Studie (Effects of Aspirin in Gestation and Reproduction) die Serumwerte von 25-Hydroxy-Vitamin D (25(OH)D) bestimmt und prämenstruelle Beschwerden im vergangenen Jahr abgefragt. In der BioCycle-Studie wurden der 25(OH) D-Spiegel, weitere Parameter des Vitamin-D-Stoffwechsels und die prämenstruelle Symptomatik bei 76 gesunden Frauen im Verlauf von 2 Zyklen mehrfach prospektiv erfasst.
In beiden Kohorten wies nur knapp die Hälfte der Teilnehmerinnen (47 bzw. 46 %) einen optimalen 25(OH) D-Spiegel auf (≥30 μg/l). Ein Vitamin-DMangel war mit einer höheren Zahl moderater bis schwerer körperlicher PMSSymptome assoziiert. Speziell das Risiko für Mastodynie sowie für generalisierte Schmerzen stieg in adjustierten Analysen um jeweils rund ein Drittel. Jedoch fehlte in der kleineren BioCycle-Kohorte aufgrund breiter Konfidenzintervalle die Signifikanz. Für psychische Symptome wie Reizbarkeit, Depressivität oder Ängstlichkeit fand sich dagegen kein Zusammenhang mit einer Vitamin- D-Insuffizienz. Andere zirkulierende Marker des Vitamin-D-Stoffwechsels wie Calcium, intaktes Parathormon, FGF23 (fibroblast growth factor 23) und 1,25-Dihydroxy-Vitamin D wirkten sich nicht auf die prämenstruelle Symptomatik aus. Die Autor:innen halten die Gabe von Vitamin D dennoch für eine vielversprechende Option, um spezifische prämenstruelle Beschwerden zu verbessern.
Quelle: Alkhalaf Z et al.: Markers of vitamin D metabolism and premenstrual symptoms in healthy women with regular cycles. Hum Reprod 2021; 36: 1808-20
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