Zusatzempfehlung | Apotheken-Depesche 11/2011

Antibiotika plus Phytotherapeutikum bei akuter Bronchitis

Erwachsene, die z. B. innerhalb der Familie häufig Kontakt zu kleinen Kindern haben, sind besonders oft von Atemwegsinfekten betroffen. Und während es bei Kindern meist bei einem Schnupfen und ein bisschen Husten bleibt, verläuft die Infektion bei Erwachsenen oft schwerer. In der Apotheke können Sie mit kompetenten Zusatzempfehlungen dazu beitragen, dass die Betroffenen schneller wieder auf die Beine kommen.

Kundin (um die 30 Jahre, zwei Kinder): Hier, bitteschön, mein Rezept vom Arzt. Er sagt, ich hätte eine akute Bronchitis (1) ...

Apothekerin: Er hat Ihnen ein Antibiotikum gegen den bakteriellen Infekt verordnet. Nehmen Sie bitte morgens und abends jeweils eine Tablette davon mit einem großen Glas Wasser ein.

Kundin:Ja, mache ich. Ich will ja möglichst schnell wieder gesund sein. Zwar ist meine Mutter da, um mir ein bisschen zu helfen, aber das ist kein Spaß krank zu sein mit zwei kleinen Mädels ...

Apothekerin: Das kann ich gut verstehen, das ist sehr anstrengend. Damit Sie sich schneller wieder gesund fühlen, können Sie die Wirkung des Antibiotikums mit einem pflanzlichen Präparat unterstützen.

Kundin:Wie meinen Sie das?

Apothekerin: Ich würde Ihnen zusätzlich zum Antibiotikum die Einnahme von Myrtol standardisiert (*z. B. GeloMyrtol® forte) empfehlen.

Kundin:Und wie wirkt das?

Apothekerin:(2) Das Mittel, das in allen Stadien eines Atemwegsinfektes eingesetzt werden kann, unterstützt die Wirkung des Antibiotikums, indem es den, durch den Infekt hervorgerufenen Schleim löst und antientzündlich wirkt.

Kundin:Das brauche ich!

Apothekerin: (2) Das Präparat hat noch einen weiteren Vorzug: Es wirkt zusätzlich antimikrobiell.

Kundin:Und wie nehme ich das Präparat ein?

Apothekerin: Sie sollten 3- bis 4-mal täglich eine Kapsel etwa eine halbe Stunde vor dem Essen mit reichlich kalter Flüssigkeit einnehmen (3).

Kundin:Hat das Myrtol standardisiert Nebenwirkungen?

Apothekerin: Der pflanzliche Wirkstoff ist im Allgemeinen gut verträglich.

Kundin:Kann ich das Myrtol standardisiert wirklich gleichzeitig mit dem Antibiotikum einnehmen? Ich habe mal gehört, dass sich Arzneimittel gegenseitig beeinflussen können.

Apothekerin: (3) Ja, da haben Sie recht. Sie sollten z. B. den Hus-tenlöser Acetylcystein nicht gleichzeitig mit einem Antibiotikum einnehmen, da kann es zu störenden Wechselwirkungen kommen. Bei Myrtol standardisiert ist das dagegen kein Problem.

Kundin:Hilft das Myrtol standardisiert auch gegen diesen quälenden Husten?

Apothekerin: Gegen den Husten kann ich Ihnen zusätzlich einen gut verträglichen Hustensaft mit Thymianextrakt (*z. B. GeloBronchial®-Saft) empfehlen. Er bessert die Beschwerden bei einer akuten Bronchitis, löst den Hustenkrampf und erleichtert das Abhusten. Der Saft schmeckt übrigens sehr gut, den können Sie – falls es mal nötig sein sollte – auch Ihren Kindern geben (zugelassen für Kinder ab einem Jahr).

Kundin: Das klingt gut, meine Kinder haben alle paarWochen Schnupfen oder Husten ...

Apothekerin: Ja, bis zu zwölf Infekte pro Jahr sind bei Kindern normal. Ihren Töchtern können Sie bei Bedarf auch das Myrtol standardisiert mit 120 mg geben, Sie müssen nur die Dosierung anpassen (3). Und damit Sie nicht gleich wieder den nächsten Infekt Ihrer Kinder aufschnappen, sollten Sie Ihre Abwehrkräfte stärken. Gehen Sie möglichst viel an die frische Luft und schlafen Sie ausreichend (4).

Kundin: Mach ich!Vielen Dank für die gute Beratung. MW

CHECKLISTE

(1) Akute Bronchitis
❚ Wird vorrangig durch Viren, seltener
durch Bakterien hervorgerufen
❚ Die Betroffenen leiden v. a. unter
• Husten, der anfangs trocken, dann
schleimig ist
• Fieber
• Schmerzen hinter dem Brustbein
• Kopfschmerzen
• Muskel- und Gliederschmerzen

(2) Wirkweise von Myrtol standardisiert
❚ Sekretolytisch: Verflüssigt den Schleim
durch Sekretionssteigerung
❚ Sekretomotorisch: Aktivierung der
Flimmerhaarbewegung, verbesserter
Abtransport des Schleims
❚ Mukolytisch: Festsitzender Schleim
wird durch Reduktion der Schleimvis-
kosität fließfähig
❚ Und: antioxidativ, entzündungshem-
mend, spasmolytisch, antibakteriell

(3) Einahmehinweise für Myrtol standardisiert
❚ Einnahme eine halbe Stunde vor dem
Essen mit reichlich kalter Flüssigkeit
❚ Dosierung bei akuter Sinusitis oder
Bronchitis
• Erwachsene und Kinder ab 12 Jahren:
3- bis 4-mal täglich 1 Kapsel
• Kinder zwischen 10 und 12 Jahren:
2- bis 3-mal täglich 1 Kapsel
• Kinder zwischen 6 und 10 Jahren:
2-mal täglich 1 Kapsel
• Kinder unter sechs Jahren:
1-mal täglich 1 Kapsel
❚ Einahme auch während der Schwan-
gerschaft und Stillzeit möglich
❚ Kann auch zusammen mit anderen
Arzneimitteln wie z. B. Antibiotika
eingenommen werden

(4) Die Abwehrkräfte stärken
❚ Ausreichend trinken (zwei bis drei
Liter pro Tag)
❚ Ausreichend schlafen
❚ Regelmäßige Bewegung an der fri-
schen Luft
❚ Verzicht auf Zigaretten und Alkohol
❚ Auf eine ausreichende Versorgung mit
Vitaminen und Mineralstoffen achten

Alle im Rahmen dieses Internet-Angebots veröffentlichten Artikel sind urheberrechtlich geschützt. Alle Rechte, auch Übersetzungen und Zweitveröffentlichungen, vorbehalten. Jegliche Vervielfältigung, Verlinkung oder Weiterverbreitung in jedem Medium als Ganzes oder in Teilen bedarf der schriftlichen Zustimmung des Verlags.

Ihr Zugang zu exklusiven Inhalten für Fachkreise

Login für Fachkreise

Neu registrieren

Passwort vergessen?

Anzeige

Der Magen: Funktionen, Dysfunktionen und Therapien

Stechend, ziehend oder doch eher drückend? Magenschmerz hat viele Gesichter. Wo entstehen aber die Probleme und wie kann Iberogast® helfen? Erfahren Sie mehr im Video.

Anzeige