Typ-2-Diabetes | Apotheken-Depesche 10/2001

Antihypertensiva als Risikofaktor

Die mit Diabetes mellitus Typ 2 verbundenen Folgeschäden sind immens, ihre Behandlung ist teuer. Zur Vorbeugung gehört die Eliminierung von Risikofaktoren wie Übergewicht und Bewegungsmangel. Wenig ist bisher darüber bekannt, wie Medikamente wie Antihypertensiva, die in den USA von immerhin 20 Millionen Menschen eingenommen werden, den Glukosestoffwechsel beeinflussen.

Über 12 000 Nichtdiabetiker, von denen 3804 Medikamente gegen Bluthochdruck einnahmen, wurden jeweils drei und sechs Jahre nach einer Erstuntersuchung auf Diabetes mellitus Typ 2 getestet. Nach sechs Jahren wurden 1146 neue Diabetes-Fälle gezählt. Die Zahl der Bluthochdruck-Kranken darunter war 2,54-mal höher als die der Personen mit normalem Blutdruck. Die unbehandelten Patienten mit Hypertension hatten wiederum ein sehr viel höheres Risiko als die unter Medikamenten. Unter den verschiedenen Antihypertensiva waren die Betarezeptorenblocker (ohne Unterscheidung in selektive und nicht-selektive) die einzigen, deren Einnahme mit einer um 28% höheren Wahrscheinlichkeit zur Entwicklung eines Diabetes mellitus Typ 2 führte als der Verzicht auf eine Therapie mit blutdrucksenkenden Mitteln. (DS)

Quelle: Gress, TW: Hypertension and antihypertensive therapy as risk factors for type 2 diabetes mellitus, Zeitschrift: NEW ENGLAND JOURNAL OF MEDICINE, Ausgabe 342 (2000), Seiten: 905-905-912

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