Plasmodium falciparum | Apotheken-Depesche 7/2005

Milzinfarkt - eine seltene Malaria-Komplikation

In seltenen Fällen kann es trotz adäquater Malariaprophylaxe und -therapie im Erkrankungsverlauf zu einem Milzinfarkt kommen.

Bei Reisenden, die aus tropischen Ländern zurückkehren, ist Malaria die häufigste Fieberursache. Meist handelt es sich um eine Infektion mit P. falciparum. Im Fall einer Französin begann das Fieber, trotz Malaria-Prophylaxe, drei Wochen nach ihrer Rückkehr aus Westafrika. Sie hatte bei ihrer stationären Aufnahme eine Temperatur von 39,5°C und klagte über Kopfschmerzen und Schmerzen unterhalb des linken Rippenbogens. Mittels Blutausstrich wurde die Malaria-Diagnose gesichert. Eine abdominelle Sonographie war bis auf eine Splenomegalie unauffällig. Es wurde eine Chinin-Behandlung begonnen. Daraufhin sank das Fieber, die Anämie bildete sich zurück und die Zeichen der hepatischen Zytolyse verschwanden. Doch dann klagte die Patientin erneut über Schmerzen. Die sofortigen Untersuchungen ergaben einen Milzinfarkt. Im Verlauf einiger Monate bildeten sich die Veränderungen an der Milz zurück. (DP)

Quelle: Bonnard, P: Splenic infarction during acute malaria, Zeitschrift: TRANSACTIONS OF THE ROYAL SOCIETY OF TROPICAL MEDICINE AND HYGIENE, Ausgabe 99 (2005), Seiten: 82-86

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