Nepals Heilpflanzen im Test | Apotheken-Depesche 11/2001

Traditionelle Heilkräuter wirken antiviral

In einem Sreening wurden an der Universität Greifswald Arzneipflanzen aus der traditionellen nepalesischen Medizin auf ihre antiviralen Eigenschaften hin untersucht.

In einer Studie wurden aus 23 Pflanzen mit Methanol oder einem Methanol-Wasser-Gemisch Extrakte gewonnen. Als virale In-vitro-Systeme dienten Influenza/ MDCK-Zellen und Herpes-simplex-Virus/Vero-Zellen. Extrakte von sechs verschiedenen Pflanzen zeigten antivirale Eigenschaften im Influenzavirus-System, alle bei Konzentrationen im nichttoxischen Bereich. Die höchste Aktivität gegen Influenzaviren wurde bei den Arten Bergenia ligulata und Nerium indicum mit einer 50%igen Hemmdosis von 10 mg/ml gemessen. Im Herpes-simplex-Virus-System waren Extrakte von neun Pflanzen antiviral aktiv. Dabei zeigten die Arten Holoptelia integrifolia und Nerium indicum die stärkste Wirkung. Nur der methanolische Extrakt von Carea arborea wirkte teilweise zytotoxisch. Zusätzlich wurde bei sechs Extrakten eine Proteasehemmung (Trypsin) festgestellt. (RB)

Quelle: Rajbhandari, M: Screening of nepalese medicinal plants for antiviral activity, Zeitschrift: JOURNAL OF ETHNOPHARMACOLOGY, Ausgabe 74 (2001), Seiten: 251-255

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