Karpaltunnel-Syndrom

NATUR+PHARMAZIE 12/2007

Vollzeit-Kassiererinnen stärker gefährdet

Kassiererinnen gelten als Risikogruppe für ein Karpaltunnel-Syndrom. Die Dauer der biomechanischen Belastung scheint dabei eine entscheidende Rolle zu spielen.

In Italien nahmen 226 Kassiererinnen und 98 Büroangestellte an einer Querschnittstudie teil. 71 Frauen waren Vollzeitbeschäftigte (sechs Tage pro Woche ca. sechs Stunden), 155 Kassiererinnen arbeiteten in Teilzeit (drei Tage pro Woche). Neben arbeitsspezifischen und persönlichen Angaben wurde das ergonomische Risiko eingeschätzt, die Nervenleitgeschwindigkeit im Medianusnerv beidseits gemessen und die Frauen zu Symptomen eines Karpaltunnel-Syndroms befragt (Taubheit, Zittern, Brennen oder Schmerzen in mindestens einem der ersten drei Finger).

Vollzeit-Kassiererinnen berichteten signifikant häufiger über frühere (54%) und gegenwärtige (31%) Symptome eines Karpaltunnel-Syndroms als Teilzeitbeschäftigte (36% und 19%) oder Büroangestellte (34% und 16%). Ein ähnlicher, aber nicht signifikanter Trend wurde auch für manifeste Karpaltunnel-Syndrome beobachtet.(GW)

Kommentar
Wer täglich an der Kasse eines Supermarkts arbeitet, hat ein mehr als doppelt so hohes Risiko für die Entwicklung eines Karpaltunnel-Syndroms als Teilzeit-Kassiererinnen oder Büroangestellte.
Quelle: Bonfiglioli, R: Relationship between repetitive work and the prevalence of carpal tunnel syndrome in part-time and full-time female supermarket cashiers: a quasi-experimental study, Zeitschrift: INTERNATIONAL ARCHIVES OF OCCUPATIONAL AND ENVIRONMENTAL HEALTH, Ausgabe 80 (2006), Seiten: 248-253
Das könnte Sie auch interessieren

Alle im Rahmen dieses Internet-Angebots veröffentlichten Artikel sind urheberrechtlich geschützt. Alle Rechte, auch Übersetzungen und Zweitveröffentlichungen, vorbehalten. Jegliche Vervielfältigung, Verlinkung oder Weiterverbreitung in jedem Medium als Ganzes oder in Teilen bedarf der schriftlichen Zustimmung des Verlags.

x